Plotter Treiber

Die Qual der Wahl

Immer wieder erreichen uns Fragen von Kunden, welchen der von HP für ihren Designjet angebotenen Treiber sie denn nun installieren sollen. Und wie so oft lautet die Antwort: es kommt darauf an. Deshalb hier eine kurze Übersicht der verschiedenen Treibertypen und ihres jeweiligen Einsatzgebietes:

  1. Rastertreiber, manchmal als „RTL-Treiber“ bezeichnet: dies ist ein HPGL-Treiber, der die Druckdaten als Bilddaten zum Drucker sendet. Die Verarbeitung der Daten erfolgt dabei auf dem PC. Das geht auf modernen PCs relativ schnell und man läuft nicht Gefahr, zu wenig Speicher im Drucker zu haben. Nachteil: der Druckjob wird auf dem PC bereits relativ groß, bevor er übers Netzwerk zum Drucker geschickt wird, es müssen also größere Datenmengen transportiert werden. In einzelnen Bereichen kann es zu geringerer Genauigkeit z.B. bei feinen Linienelementen kommen.
  2. HPGL2-Treiber: mit diesem Treiber werden die Druckdaten im Vektorformat zum Drucker geschickt und erst dort aufbereitet. Das spart Verarbeitungsleistung und Netzwerk-Bandbreite auf dem PC des Bearbeiters, die Aufbereitung des Druckauftrags dauert jedoch je nach Komplexität der Zeichnung und Plottermodell etwas länger.
  3. Rastertreiber für ModernApps (nur Windows 8 bzw. 10): dieser Treiber ist primär für die Nutzung im Zusammenhang mit der Kacheloberfläche neuerer Microsoft-Betriebssysteme gedacht und hat eine entsprechend angepasste Bedieneroberfläche. Einige sonst übliche Einstellmöglichkeiten wie z.B. Economode, Max. Details oder benutzerdefinierte Formate stehen jedoch nicht zur Verfügung
  4. Universal Printer Driver (UPD): Fast alle HP Designjet-Drucker arbeiten intern mit der gleichen Druckersprache. Deshalb hat ein seit längerer Zeit schon bei den HP Laserjets verbreitetes Modell seinen Weg zu den Designjets gefunden. Der universelle Druckertreiber bekommt lediglich mitgeteilt, um welches Modell er sich kümmern soll und richtet sich selbstständig darauf ein, die jeweils dazu passenden Features und Dialogfelder wie z.B. zur Druckqualität , Papierformate, Papierquelle(n) usw. anzuzeigen. Wer mehrere Designjets einsetzt, weiß es zu schätzen, sich nicht jedes Mal um „den richtigen“ Treiber kümmern zu müssen.

Meist wird neben dem eigentlichen Treiber noch ein in der Regel recht umfangreiches Paket namens „Full Feature Solution Installer“ oder „Produktinstallationssoftware“ angeboten. Dieses beinhaltet neben dem Netzwerk-Installationsassistenten und dem Treiber noch zusätzliche Software wie das HP Designjet Utility und ist eine komfortable Möglichkeit für Endanwender, ihren Designjet assistentengeführt in Betrieb zu nehmen.

Plotter treiber


Read 985 times Last modified on Dienstag, 07 Februar 2017 11:50

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